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3. Tag: Cook Out Southern 500

Dieser Tag hielt viel für uns bereit. Nach einer kurzen Nacht sind wir alle sehr früh aus dem Bett. Peter und meinereiner haben schnell den Kaffee aufgesetzt, den Tisch gedeckt um dann noch vor Sonnenaufgang auf der Terrasse den dann frischen Kaffee zu genießen. Früh hoch, da bereits ab 10 Uhr die erste Action losgeht. Das Frühstück genossen, die Sachen gepackt (viele viele Dosen wanderten in unsere Rucksäcke), Karten an alle verteilt und dann los. Wieder den Weg zur Strecke, heute mit Christian als Chauffeur. Das Wetter versprach viel Sonne, allerdings auch hohe Temperaturen schon am Vormittag. Aber wir haben ja unsere Dosen, kann ja nichts passieren. Die Fahrt war angenehm, selbst an der Strecke war die Zufahrt zum Parkplatz kein Problem. Raus aus der Karre, kurzer Weg zur Tribüne, vorab eine kleine Sichtkontrolle unserer Rucksäcke, wir durften durch. Oben ging es gleich ans Fotografieren, wir wollen ja auch Eindrücke mitnehmen können. Nach kurzer Zeit haben ich dann schnell mal ein Selfie mit Kyle Petty machen können, den trifft man ja auch nicht jeden Tag (Rainer & Chris, die weiter oben auf der Tribüne saßen, haben es dann auch noch gemacht).

Dann kamen die Xfinity-Boys auf die Strecke, Training war angesagt. Da war er wieder, der vermisste Sound, die Action. Für genau diese Dinge sind wir über den Teich geflogen. Was noch kommen sollte, wussten wir ja nicht. Direkt im Anschluss vom Training begann auch das Qualifying, die Jungs fuhren ihre schnelle Runde. Mittlerweile stieg die Temperatur immer weiter, vor lauter cooler Action fast verdrängt. Im Anschluss vom Qualifying dann die Bigboys. Alle spulen ihr Programm ab, die Jungs haben es sehr gut gemacht, gab es doch keine Kaltverformungen an der Karosserie. Nach kurzer Pause dann auch hier Qualifying, wir waren gespannt, wer sich richtig auf die Strecke hat einstellen können. Große Überraschungen blieben aus, die #22 mit Logano hat es am Ende für sich entschieden. Aber das Rennen wird sicher noch ein oder zwei nach vorne bringen, wir sind gespannt.

Jetzt ist Mittag, Darlington Raceway 13.40 Uhr, die Sonne brennt, Drei Wetter T…. quatsch wir nehmen uns eine Dose Kaltgetränk nach der anderen, auf der Tribüne ölen wir ganz schön.

Nun endlich wird alles vorbereitet, das Xfintiy-Rennen steht an. Die Tribüne füllt sich, wir haben sehr gute Sicht, die Anlage ist sehr schön. Das normale Prozedere vor dem Rennen, wir sind gespannt, dann geht’s los, es beginnt die Rennaction. Es geht gut zu Sache, aber es gibt erst kurz vor dem Ende der Stage 1 die erste Gelbphase. Noah Gragson holt sich die meisten Punkte, alles bereitet sich auf die Stage zwei vor. Die Meute wird wieder losgelassen, aber dunkle Wolken ziehen hinter der Tribüne auf. Oh oh, was wohl kommt. Genau, ein warmer Sommerregen. Erst nur ein paar Tropfen, die Autos werden schon unter gelb gesetzt, doch dann nimmt der Regen zu, es gibt die 🟥 Flag. Dann kennt der Regen kein Halten mehr, es schüttet nur. Wir runter von der Tribüne, darunter bleiben wir trocken. Doch auch durch die Betonstege der Tribüne kommt viel Wasser, es ist also auch da mit Wasser zu rechnen. Aber egal, denn wir sind eh schon durchgeölt, da ist Wasser vielleicht auch ganz angenehm.

Nun heißt es also warten, der Regen wird ja nicht ewig fallen. So ist es dann auch, die Drayer sind schnell auf der Bahn, alles wird wieder Startklar gemacht. Doch auch hier dauert es gut 2 1/2 Stunden, erst dann wird die Strecke wieder freigegeben. Jetzt geben es sich die Jungs richtig, vorne fighten Creed, Gragson, ein bisschen Allmendinger usw. Aber von hinten kommt ein gewisser Larson in der #17. Der war durch einen Reifenschaden mal kurz an der Wand und hat 2 Runden verloren. Aber über das Rennen holt er sich erst eine, dann mit dem LuckyDog die zweite zurück. Mittlerweile auf Platz 23, dann in gleicher Runde und es scheint, er hat viel mehr vor. Rennen wieder frei, vorne geht es munter weiter. Aber eben auch im Mittelfeld bei der #17, von Platz 23 voran auf die 18, 17, usw. Als er dann auf Platz 11 war, gab es wieder gelb. Es sind noch 18 Runden zu fahren alle an die Box. Nach dem Stopp ist die #17 auf einmal auf Platz 8, die Crew hat mal richtig Gas gegeben. Freigabe, die Hatz geht weiter. Kurz nach Restart ist Larson schon 5., dann 4. Und weiter auf Platz 3.

Alle haben gesehen, wie er durch das Feld gerauscht ist, unglaublich wie er überholt hat, einfach draufgehalten. Es sah fast so aus, als würden die anderen stehen. Aber die letzten zwei Jungs haben dann auch mal dagegen gehalten, es war ein tolles Finale. Vier Runden vor Schluss zog Larson auf Platz 2 vor, dann blockte Creed ihn in der drittletzten Runde auf der Gegengerade mal so richtig weg. Ein Fight, der richtig Spaß gemacht hat, aber alles fair. Noah Gragson hat sich das alles schön angesehen und es kommt, wie es kommen musste. In der letzten Runde wollte Larson unbedingt noch auf Platz 1, war etwas schneller, aber auch zu schnell und so lehnte er sich an Creed an und beide kommen an die Mauer. Das hat dann Gragson ausnutzen können und für an beiden vorbei. Er selbst war aber zwischen Turn 3 und 4 auch zu schnell, die Mauer war sein Halt. Aber er kam weiter durch die Kurven und verlor eben nicht sein Auto, nein er gewann das Rennen. Auf der Tribüne war richtig Stimmung, das wollen alle sehen. Ein Fight bis auf die Knochen, aber nach dem Rennen haben sich alle die Hand gegeben und gelacht. Für mich war es das beste Xfinity-Rennen, welches ich hier in den Staaten gesehen habe. Lag vielleicht auch daran, dass ein Cup-Fahrer zwar schnell ist, aber die guten Xfintiy-Jungs ihm contra gegeben haben: KLASSE

Fazit: Wenn ihr das Rennen nicht gesehen habt, dann müsst ihr das nachholen. Dafür komme ich hier her, dafür liebe ich Nascar, es war ein grandioses Spektakel. Und bedingt durch die lange Regenpause dann unter Flutlicht, was es noch schöner (wg. der Atmosphäre) wirken lassen hat.

Nun ist es aber vorbei und wir müssen noch nach Hause. Hier von der Strecke wegfahren ging erstaunlich schnell. Chris hat uns sicher Richtung Home gebracht. Aber auf dem Weg dort hin viel dem Rainer auf, wir müssen ja noch Essen. Lag es am Rennen, oder war es die Hitze, die uns vom Hunger abgelenkt hat? Egal, wir fahren etwas essen. Tja nur wo? Burger gibt es ja viele, es wurde Wendys, auch wenn Rainer es nicht so gern hatte. Dort im Restaurant war es nur so stark durch die Klimaanlage runtergekühlt, da blieb nur Mitnahme. Was wir dann auch gemacht haben und am so konnte jeder sein Essen am Tisch in unserer Hütte zu sich nehmen.

Es war mittlerweile nach 22 Uhr, wir waren alle fertig (kann aus Sicht von Rainer auch am Burger gelegen haben 😉). Aber es macht nichts, wir gingen alle ins Bett, wobei Rainer noch die Waschmaschine anstellen wollte. Ob er das noch gemacht hat , erfahre ich wohl, wenn er wieder aufgestanden ist. Ich bin nämlich hier noch ganz alleine, die anderen 3 träumen noch vom Rennen.

Impressionen vom Tag